Leserstimmen

Name: Philipp

Datum: 28. April 2015

 

Coole Homepage - aber mit einigen Fehlern...

Coole Homepage. Das Buch natürlich auch.
Aber die Homepage enthält ein paar Fehler und ist teilweise etwas plakativ und realitätsfremd. Oder haben Sie schonmal ernsthaft versucht, das Internet zu nutzen, wenn Cookies komplett deaktiviert sind?
Ein Fehler ist z.B. die Schlussfolgerung, dass ein 32-bit-Firefox zwangsläufig auf einem 32-bit-Betriebssystem läuft, wie mir der Einblender glauben machen will - natürlich mittels Cookies. Aber ich nutze Firefox auf Mountain Lion, welches ein 64-bit-Betriebssystem ist...
Übrigens, statt Cookies komplett zu deaktivieren bevorzuge ich private Browsing und die Einstellung, dass der ganze Verlauf und die Cookies gelöscht werden, wenn Firefox beendet wird. So kann ich das Intenet komfortable nutzen und habe trotzdem unter Kontrolle, was ich wo preis gebe.

Name: T. Truckle

Datum: 17. April 2015

 

ZERO...

...lese ich gerade mit Interesse und Spannung auf dem täglichen Weg zur und von der Arbeit.
Die meisten Adressaten, nämlich die Bevölkerungsgruppe, die ziemlich ungeniert mit ihren Daten umgeht, erreichen Sie wahrscheinlich mit "Lesebüchern" eher nicht. Und die, die gerne und viel lesen, verstehen die Problematik vielleicht nicht als so schwerwiegend und dramatisch. Dass Buch richtet sich also an die, die irgendwo dazwischen "hängen", à la Ihre Protagionistin Cyn? Ich wünsche Ihnen, dass Sie hoffentlich nicht nur gegen Windmühlen zu Felde ziehen (müssen), ...aber meine "privaten" Facebook-Fotos werde ich heute wohl doch noch nicht löschen. Vielleicht aber morgen, oder Anfang nächster Woche, oder...

Name: Harakiri

Datum: 06. April 2015

 

Big Brother

Wohin flieht man in der heutigen, vernetzten Welt wenn man nie unbeobachtet ist?

Diese Frage stellt sich Cyn, nachdem sie in den Strudel um Datenüberwachung und Manipulation gerät. Fast zufällig stolpert die Journalistin in dieses Abenteuer und merkt sehr schnell, dass diese virtuelle Welt sehr verlockend ist.

Sehr erschreckend ist der neue Roman von Marc Elsberg. Einesteils ist hier der Segen der modernen, technisierten Welt zu sehen, auf der anderen Seite, wie schnell so etwas ins Negative abdriften kann. Wie schnell man davon abhängig wird zeigt sich nicht nur an den Beispielen der Jugendlichen im Buch, nein, Millionen von Erwachsenen sind bereit, ihre Daten ans Netz zu verkaufen.
Ganz weit hergeholt ist diese Thematik ja nicht, was das Buch zu einem sehr aktuellen Reißer macht. Die Snowden-Affäre, NSA und facebook werden ebenso erwähnt wie die Erfassung der Kreditkartendaten und die Sammlung und Bündelung unserer Suchen, Einkäufe und Wege im Internet durch Google. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass sich die Organisation „Zero“ immer direkt an den Leser wendet und nahezu jeder fühlt sich hier auch angesprochen! Denn wer hat kein Facebookprofil? Kauft nicht mal eben bei Amazon ein oder bucht eine Reise nach Italien? So sind die Wege nahezu jedes Internetnutzers verfolgbar – und genau das hält uns Marc Elsberg hier vor Augen.

Ich für mich habe mir vorgenommen, in Zukunft noch etwas sensibler mit meinen Daten umzugehen. Wobei ja eh jede Email mitgelesen werden kann. Ganz zurück geht wohl nicht mehr, aber mehr Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, sonst gibt es wirklich bald eine Diktatur des Internets, wie sie der Autor hier entwirft.
Sicher, alles ist fiktiv, aber teilweise existiert die Technik dazu schon! Anfangs fand ich ein wenig schwer ins Buch, weil die Techniken recht ausführlich beschrieben waren und Otto Normalinternetter hier stellenweise wohl etwas überfordert ist. Auch die vielen Charaktere, die am Anfang eingeführt werden und die verschiedenen Organisationen mit ihren Zielen muss der Leser erst einmal sortieren bevor sich der richtige Lesegenuss dann auch einstellt. Aber dann ist man genauso gefangen wie die User von „freemee“
Einige Zitate aus dem Buch, die nachdenklich machen:
"Die Tatsache der Überwachung sichert die Unterwerfung" s. 355
Zum Thema Stromsparzähler. Allein dass ich weiß, dass mich jemand sieht oder kontrolliert lässt mich mein Verhalten ändern. - lässt sich die Menschheit so sehr verbiegen?

"Wir wissen mehr denn je über jeden einzelnen, aber weniger denn je, wem wir vertrauen können" * S. 358* Erstens das und zweitens wird alles ja auch viel unpersönlicher. Was soll ich noch jemandem erzählen, der eh schon alles über mich weiß`? Welchen Wert bekommen in solch einem Zukunftsszenario persönliche Gespräche?
„Ist IHR Besser auch besser als MEIN Besser?“ Woher nimmt Carl die Zuversicht, dass nur seine Ideen und Werte zählen? Jeder Mensch ist individuell und denkt anders, daraus einen Einheitsmenschen stricken zu wollen passt nicht in unsere Gesellschaft.

Der Schlusssatz: "... oder ist es ein Satellit?" hat mir ganz besonders gut als Abschluss gefallen. Er rundet das Buch ab und bringt alles noch einmal auf den Punkt.

Fazit: ganz sicher kein Buch, das man mal eben so liest. Dieses Buch benötigt etwas Zeit, in manche Dinge muss man sich erst hineindenken oder darüber nachdenken. Aber ein Buch, das nachdenklich macht und vielleicht ein wenig Sensibilität in der Bevölkerung weckt.

Name: Sabine Lange

Datum: 02. April 2015

 

ZERO ist Pflichtlektüre!

Dieses Buch ist das perfekte Geschenk für alle, die meinen, Kameraüberwachung in der Öffentlichkeit würde ihre Sicherheit erhöhen, für alle, die mit Selbstverbesserungssoftware gegen das eigene schwache Ich kämpfen, anstatt gegen die Probleme unserer Zeit und ihre Verursacher anzugehen. Ein kleines Minus: Die Balance zwischen spannender Handlung und technischen Erläuterungen ist m. E. nicht so gelungen wie in BLACKOUT. Trotzdem: Ich hoffe, dass ZERO bald auf Englisch erscheint, damit einige meiner Freunde endlich ihre Scheuklappen ablegen.

Name: BeckysWorldofBooks.de

Datum: 22. März 2015

 

Grandioser Thriller

Auch dieses Buch von Marc Elsberg zeigt, wenn auch etwas überspitzt, wie sehr sich die Menschen heutzutage auf elektronische Geräte und Apps verlassen. Das dabei die Privatsphäre eine völlig andere Bedeutung bekommt und sich der gesellschaftliche Status erheblich verändert, wenn man auf die Technik verzichtet, ist denke ich den wenigsten bewusst. Wer sich gern mit neuer Technik beschäftigt bzw. auf dem relativ neuen Stand ist, wird mit diesem Buch gut fahren. Ich denke aber auch, dass diejenigen die so etwas nicht interessiert, eher schlecht in das Buch hereinfinden werden oder aber schnell das Interesse verlieren könnten.

Geschrieben wurde die Geschichte aus den Perspektiven mehrerer Protagonisten. Außerdem gibt es öfter ganz kurze Zwischensequenzen von „Zero“, welche zum Teil sogar als Terroristen bezeichnet werden. Wer sich aber wirklich mit dem Geschehen befasst und in das Buch hereinfindet, stellt ganz schnell fest, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Der Autor hat es geschafft, diese brisanten Themen in einer sehr spannenden Geschichte unterzubringen. Wie ich beim Besuch seiner Lesung in Hamburg erfahren konnte war, dass es durchaus viele Details im Buch gibt, die genau so oder ähnlich geschehen (sind).

Ich mochte das Buch wirklich sehr, auch wenn es mich erschreckt hat, was heutzutage alles schon möglich ist, von dem man nicht mal etwas ahnt. Umso besser das Marc Elsberg mit seinem Werk ein bisschen Licht ins Dunkle gebracht hat.
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Name: Henning Geschwandtner

Datum: 18. März 2015

 

Spannend bis zur letzten Seite

Ich habe beide Bücher gelesen und dabei auf so manche Stunden Schlaf verzichtet - ich konnte einfach nicht aufhören und musste weiterlesen. Einfach Klasse - ich warte auf das nächste spannende Buch

Name: Pixelschubser.in

Datum: 18. März 2015

 

Spannend, packend und gut recherchiert!

Ich bin eigentlich überhaupt keine Thriller-Leserin, doch die Thematik interessiert mich einfach, so als Informatikerin, Facebook-Junkie und Internetsuchti. Jeder sollte sich mit dem Thema befassen. Es ist ständig präsent – es passiert tagtäglich, dass unsere Daten erfasst werden und von Firmen für eigene Zwecke missbraucht werden. Seien es Suchanfragen auf Google, das Vorzeigen der Paybackkarte oder einfach nur Surfen im Internet. Überall wird mitgeloggt um uns in unserem Kaufverhalten zu beeinflussen. Und das ist nur ein kleiner Teil vom großen Ganzen. In den falschen Händen kann mit solchen Daten weit mehr angerichtet werden.

Zum Inhalt: Ein Blick in die unvermeidliche Zukunft? Heutzutage werden alle möglichen Daten über uns gesammelt und das meiste bekommen wir nicht einmal mit. Daraus wird unser Verhalten analysiert, kalkuliert und im Voraus berechnet. Nach einem Spionageanschlag auf den amerikanischen Präsidenten muss sich Journalisten Cynthia Bonsant mit dem Thema befassen und ist schockiert, wie viel das Internet schon über sie und ihre Mitmenschen weiß. Und ist es nur Zufall, das ein Mitschüler ihrer Tochter kurz nach einem Telefonat mit ihr vor den Zug stürzt? Was wollte er ihr mitteilen und ist er wirklich selber gesprungen? Und wo zur Hölle ist sie da hinein geraten?



Mein Fazit: Das Buch ist packend und spannend! Die Thematik ist interessant und in meinen Augen gar nicht so zukunftsfremd. Der Autor wendet im Prolog ähnliche Worte an den Leser: Ein Cyber-Krimi oder wirklich Zukunftsmusik? Wenn ich die Werbung von diversen Lifelogging-Apps im Fernsehen sehe, überlege ich, wie weit wir überhaupt noch von solch einem Leben entfernt sind. Ich glaube, nicht all zu weit. Der Autor hat recht: Wer die Augen davor verschließt, macht sich nicht minder schuldig.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Es ist für jeden Laien verständlich geschrieben, hat sogar ein Glossar mit Erklärungen und eine Übersicht mit den Hauptcharakteren hinten drin. Und ich muss zugeben, die Übersicht mit den Figuren fand ich wirklich hilfreich, denn ich mag es nicht, wenn zu viele Figuren im Buch auftauchen und man sie nicht mehr zuordnen kann.

Name: Shaakai

Datum: 17. März 2015

 

»ZERO. Sie wissen, was du tust« von Mark Elsberg

Die Journalistin Cynthia Bonsant ist eine Frau vom alten Schlag. Smartphone, Glasses oder Crowd sind für sie Begriffe aus einem Paralleluniversum und die Internetaktivitäten ihrer pu­bertierenden Tochter Viola beäugt sie mehr als kritisch.
Als eine Aktivistengruppe namens Zero, die sich gegen Totalausspähung stark macht, in einer Aktion den amerikanischen Präsidenten bloßstellt, um aufzurütteln, wie leicht Überwachung möglich ist, schrillen auch beim Londoner Daily, für den Cynthia arbeitet, alle Glocken und man wittert die große Story. Cynthia soll die Geschichte um Zero recherchieren und darüber berichten. Währenddessen sieht man bei Freemee, dem Datensammel-Markführer, die Chan­ce, aufgrund der Suche nach Zero sich selbst ins beste Licht zu rücken und mittels einer insze­nierten Jagd auf Zero neue Nutzer zu gewinnen. Cynthia wird zur unfreiwilligen Jägerin auf die Köpfe von Zero und gerät zunehmend zwischen die digitalen Fronten eines gigantischen Cyberkrieges, der sie in höchste Gefahren bringt.
Wie futuristisch ist diese Vorstellung?

Der gebürtige Österreicher Mark Elsberg ist im literarischen Feld schon lange kein Unbe­kannter mehr, nachdem ihm 2012 mit dem Technik-Thriller Blackout – Morgen ist es zu spät (Blanvalet) der große Durchbruch gelang. Seine Liebe zu hochaktuellen, technikaffinen The­men scheint ihm im Blut zu liegen und so überrascht es keineswegs, daß er auch mit seinem neuen Werk Zero. Sie wissen, was du tust (Blanvalet) den Finger auf Probleme unserer Ge­genwart legt. Thema: Internet, New Technology, Big Data und Überwachung. Und der mo­derne Mensch im Umgang mit seinen eigenen Kreationen.

»Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Datenkraken zerschlagen werden müssen.« Das sind Zeros Worte am Ende jedes Videos, das sie onlinestellen, um auf Mißstände im digitalen Um­gang hinzuweisen. Und sie lassen nichts unversucht, um genau dieses Ziel zu erreichen. Ihnen gegenüber steht der riesige Datenkrake Freemee, der mit seinem Programm den Menschen eine Unterstützung in Lebensfragen sein will. Und nebenbei noch seine eigenen Experimente in Punkto Manipulation der Nutzer macht.
Das Besondere an diesem Buch ist seine hohe Aktualität. Für den Otto-Normal-Leser werden viele der benannten Techniken noch wie Zukunftsmusik klingen, dabei sind sie schon lange im Einsatz. Möglichkeiten zur monetären Verwertung der eigenen, gesammelten Daten gibt es schon zuhauf in digitalen Leben, Algorithmen zur Vorausbestimmung menschlichen Verhal­tens sind feste Bestandteile vieler Internetplattformen und der Cyberkrieg ist in vollem Gange.
Elsberg zeigt hier einmal mehr, daß er auf diesen hochaktuellen Gebieten bewandert ist und daß er ebenfalls in der Lage ist, die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen, um ein bloßes Schwarz-Weiß/Gut-Böse-Denken zu vermeiden. Denn man bekommt zwar deutlich die Gefahren der Nutzung der neuen Medien vorgeführt und wird auch zur sinnvollen und verantwortungsvollen Nutzung ermahnt, aber Vorteile werden nicht aus Ignoranz oder drama­turgischen Gründen unter den Tisch fallen gelassen. So will dieses Buch auch keine positivis­tische Utopie oder schwarzmalende Dystopie werden, sondern ein Abbild der Gegenwart mit einem Blick in die Zukunft geben. Und das gelingt auf ganzer Linie.
Die Geschichte hat Hand und Fuß und ist dramaturgisch klug aufgebaut. Die Verfolgungsse­quenzen sind spannend und zum echten Mitfiebern gemacht, die ruhigen Episoden sind durch­zogen von gehaltvollen Diskussionen und dem Abwägen der Vor- und Nachteile. Schön ge­zeichnete Figuren runden das Bild noch ab, auch wen die Konstellation »Mutter, die keine Ahnung von Technik hat« und »Tochter, die total technikaffin ist« etwas stereotyp daher­kommt. Jeder der Charaktere hat seine eigene Art und trägt auf ihre Weise zum Geschehen bei. Einzig die Liebesbeziehung von Cynthia zu dem ihr an die Seite gestellten Informatiker ist manchmal etwas zuviel des Guten und findet nicht immer einen sinnvollen Platz in der Geschichte.

Aber sonst war das eine Geschichte eine der besten in letzter Zeit: spannend, nachdenklich, aktuell und stellenweise auch brisante Themen aufgreifend. Dieses Buch kann dem Leser durchaus ein stückweit die Augen öffnen und ihn zu einem bewußteren Umgang mit den digitalen Medien bewegen. Denn sie sind in den falschen Händen durchaus eine Gefahr. Und in den richtigen ein Segen für die Menschheit. Es kommt nur darauf an, wer es nutzt.

Ich danke blanvalet für die Zusendung des Rezensionsexemplares und BloggDeinBuch für die Vermittlung.

Name: Daniel Bartholmes

Datum: 17. März 2015

 

Spannende Geschichte rubd um die digitale Zeit

Das Buch hat mir sehr viel Spaß bereitet. Es ist sehr spannend und außerdem hält es einem jedem Smartphone-,Tablet oder normalen PC-Nutzer den Spiegel vor die Nase. Wie durchsichtig sind wir tatsächlich? Diese Frage habe ich mir während des Lesens immer wieder gestellt.

Ich hoffe Sie werden nach Blackout und Zero dieser Art von Geschichten treu bleiben.

Name: Philip

Datum: 15. März 2015

 

Zero - Sie wissen, was du tust

Denkanstöße für unser digitales Zeitalter
Wow, dass nenne ich mal einen sensationellen Roman. Wahnsinn. Marc Elsberg hat es geschafft. Mit seinem Roman Zero. Sie wissen, was du tust, konnte er mich von Anfang an begeistern. Los geht der Roman gleich mit einer gehörigen Portion Action, bei welcher der Leser sofort mitten ins Geschehen der Handlung geworfen wird. Bereits aus mehreren Erzählperspektiven erzählt, lernt man von Beginn an die relevanten Parteien des Buches kennen. Der Roman beginnt mit einem vermeintlichen Attentat auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten, welcher von einem Drohnenangriff, gesteuert von ZERO, einer Online-Aktivistengruppe, bedroht wird. Dies wird live in der ganzen Welt ausgestrahlt, was auch an der britischen Journalistin Cynthia Bonsant nicht vorbeigeht, da sie es zufällig in der Redaktion im TV sieht. Somit hätten wir also innerhalb der ersten Seiten sowohl ZERO als auch Cyn kennengelernt, welche die Hauptakteure der Geschichte sind. Zunächst unbeteiligt wird die Journalistin aber nach einem tragischen Tod eines Freundes ihrer Tochter durch ihre Recherche in die Handlung hineingerissen, wobei sie unter anderem auf Freemee stößt und sich neuartigen Bedrohungen gegenübersieht. Neuartige Entwicklungen, wie Datenbrillen und personalisierte ActApps bringen zwar durchaus positive Fortschritte, die das Leben erleichtern und bereichern. Doch ergeben sich daraus resultierend auch zahlreiche Gefahren, nicht nur durch Verletzungen des Datenschutzes dem gegenüber.
Cynthia muss zu ihrem eigenen Leidwesen beide Seiten der Medaille erkennen und stellt fest, dass diese hochgelobten ActApps, bei welchen Freemee Weltmarktführer ist, nicht so positiv sind wie man glaubt.
Marc Elsberg hat eines geschafft. Er konnte mich zum einen noch mehr für den technischen Fortschritt wie Datenbrillen, Wearables oder ActApps begeistern, mich zugleich aber auch mit dem negativen Potenzial dieser Erfindungen erschrecken, wenn sie für die falschen Zwecke eingesetzt werden.
So geben die ActApps dem Benutzer individuelle Vorschläge und stehen ihnen beratend zur Seite. Sie empfehlen zum Beispiel andere Modestile oder Tipps zum Lernen. So wird der User individuell beraten oder verbessert sich im Job oder der Schule, wodurch sein Selbstbewusstsein gesteigert wird. Leider geht dies mindestens ein Mal schief, wie sich herausstellt. Zufällig stößt Cynthia auf diese verheimlichten Todesfälle und gerät damit ins Ziel der Konzerne. Von nun an ist sie gezwungen, zu ungewöhnlichen Mitteln zu greifen um zu fliehen. Das Unheil geht los.
Hervorragend recherchiert schildert der Autor in diesem Roman absolut plausibel, welche Macht die großen digitalen Unternehmen über uns haben und dass jeder Mensch unweigerlich dieser Macht unterworfen ist. Die NSA weiß bereits jetzt wohl schon so ziemlich alles über uns, was es irgendwie zu wissen gibt. Dieser Trend wird sich in Zukunft wohl noch weiter verstärken, da jeder von uns mittels seines Smartphones bereits fleißig dazu beisteuert. Seien es nun Facebook oder Google. Alle sammeln von uns Daten und geben diese vermutlich auch weiter. Marc Elsberg treibt diesen Trend und diese Überlegungen weiter und konnte mich mit seiner Geschichte dabei absolut fesseln.
Der Schreib- und Erzählstil ist einfach gehalten, aber auf einem angemessen Niveau, was der vermittelten Materie auf jeden Fall angemessen ist. Dadurch wird der Leser geradezu durch den Roman gepeitscht, da vor allem auch die Erzählung mit packenden Ermittlungen, Recherchen und Verfolgungsjagden absolut für sich punkten kann. Vor allem zum Ende des Romans überschlagen sich dabei die Ereignisse, weshalb man “Zero. Sie wissen, was du tust“, leider viel zu schnell ausgelesen hat.
Ich hätte sehr gern noch mehr zu diesem Thema gelesen, da Marc Elsberg sowohl das technisch Mögliche toll auf den Punkt getroffen hat, aber auch die Macht der Behörden, der Medien, Hackergruppen und der Konzerne mit ihren Intrigen und Kämpfen um die Marktführung, egal zu welchem Preis, genial getroffen hat und dies mithilfe sehr unterschiedlicher und überzeugender Charaktere unterstützend geschildert hat. Besonders der Konflikt zwischen der “alten”, technikscheuen Generation, welcher Cyn angehört und der noch jungen, technikaffinen Generation, welcher Cyn’s Tochter angehört, unterstreichen dabei noch zusätzlich die Klasse dieses Romans. Der Autor hat meines Erachtens einfach alles bedacht und damit mich überzeugt.
Von nun an gehört Marc Elsberg auf jeden Fall zu einen meiner Lieblingsautoren und wer ihn bisher noch nicht kennt, sollte schleunigst zu einem seiner bisherigen Romane greifen. Ein absolut packender Thriller, der von Beginn an zu überzeugen weiß.