Leserstimmen

Name: Janine Engel alias Jeanne D'arc

Datum: 03. Juni 2015

 

Ein empfehlenswerter Thriller

Jeder Schritt, jeder Atemzug jedes Blinzeln wird überwacht
Allein bist du schon lange nicht mehr und das Wort privat hat eine ganz neue Bedeutung!
Zero. Sie wissen was du tust & du ermöglichst ihnen diese totale Überwachung auch noch selbst!

Cover:

Das Cover ist schon wie jedes von Blackout ist rein schwarz und nur der Titel durchbricht die Schwärze, der in diesen Fall "Blau" ist. Nichts besonders aber auf gar keinen Fall unscheinbar. Irgendwie finde ich das Cover eben durch seine Schlicht sehr interessant!

Schreibstil:

Der Schreibstil ist ähnlich wie jener von Blackout, gespickt mit schönen Wörter die man auf den ersten Blick als Laie nicht erkennt, da Herr Elsberg jedoch ein aufmerksamer Autor ist und weiß dass viele Leser dies nicht als selbstverständlich erachten gibt es im Anhang des Buches ein ausführliches Glossar um sein Wissen rund um Computer und das Internet ein wenig auf zu bessern. Mit Stilmittel wird auch in Zero nicht gegeizt und so erwartet den Leser ein spannender Thriller mit Höhen und Tiefen

Meinung:

Das Buch hat eine sehr interessante Thematik nämlich das online Verhalten der heutigen Gesellschaft. Jeder hat ein Smartphone und geht "relativ" locker mit seinen persönlichen Daten um ohne zu wissen was daraus resultieren kann! Was mit unseren Daten passiert wissen wir schon lange nicht mehr außer, dass sie gesammelt und weiterverkauft werden! Welchen Nutzen das für große Unternehmen hat, außer ihre Profitgier zu stillen? Ganz einfach sie können uns vorgaukeln, dass sie uns via Werbung nur das empfehlen was wir "unbedingt" wollen und vor allem brauchen!

Der Thriller geprägt von dieser äußerst interessant Thematik hat jedoch einige Höhen und Tiefen. Teilweise wirkte diese ganzen Vorgänge die beschrieben werden schon etwas langatmig und man wollte doch einfach nur wissen welche Rolle dieser ominöse "Zero" eigentlich spielt. Ein moderner Robin Hood? Oder doch nur ein "Whistleblower" der nach Aufmerksamkeit geiert?

Genau diese Langatmigkeit und die irgendwie fehlende Emotion stört mich etwas. Sicherlich könnte man sagen, all diese Schritte waren Notwendig um die Komplexität und die Schwierigkeit dieses Unterfangen aufzuzeigen! Was das fehlende Gefühl an diversen Schlüsselszene stört mich weniger die Hauptprotagonisten sondern eher ihre Tochter Viola (Vi) die für ihr Alter und der schockierenden Situation mehr wie ein Roboter agiert als ein normal handelnder Mensch. Vielleicht macht sie aber auch die heutige Medienlandschaft geprägt von Gewalt bis zu einem gewissen Teil einfach nicht mehr empfänglich.

Fazit: Ein packender Thriller in einer Online dominierten Welt, natürlich überzogen dargestellt, dennoch sehr interessant wo dieser online Wahnsinn eines Tages hinführen könnte ;)

4 von 5 Sterne

Name: Dr Thorsten Eckmann

Datum: 01. Juni 2015

 

Song zu ZERO-Thema

Sehr geehrter Herr Elsberg, ich gratuliere Ihnen zu ZERO, in dem Sie eine der bedrohlichen Zukunftsperspektiven in spannender Verpackung in eine breite Öffentlichkeit getragen haben.
Während des Lesens ist mir der folgende Song zu dem Thema in den Sinn und letztlich in die Realität gekommen:
Der Puppenspieler auf Youtube, Arbeitstitel: Puppenspieler aktuell 1 .
Falls Sie Zeit und Lust haben, würde mich Ihre Meinung und ggfs weitere Verwendung in Ihrem ZERO Anliegen interessieren.

Mit kreativen und besorgten hamburger Grüssen
Thorsten Eckmann

Name: Andreas Gauger

Datum: 27. Mai 2015

 

ManRank, das wird uns tatsächlich blühen

Ich glaube sehr daran, dass ein tatsächlich existierendes ManRank extrem viele User dazu motivieren würde sich daran zu optimieren.

Name: Katja Koesterke

Datum: 10. Mai 2015

 

Beängstigend und doch schon Realität

Wie sicher ist das WWW wirklich?

Was gibt man eigentlich alles preis - was ist offensichtlich, was versteckt?

Datensicherheit - ein Begriff den sicher jeder in der heutigen Zeit schon mal gehört hat. Oft wird gewarnt, nicht zuviel Informationen, besonders im Internet preis zugeben um Betrügern nicht noch in die Hände zu spielen.

Wie weit allerdings die Kontrolle reichen kann , zeigt dieses beispielhafte Buch des Autors Marc Elsberg.

Geschickt erklärt er in seinem Buch, wie ein Missbrauch stattfinden kann, wo Fallen sind und welche Gefahr wir uns mit zu schnellem Vertrauen begeben.

Der Autor legt in diesem Roman nicht sein Augenmerk auf die Charaktere, sondern eher auch die Handlung zu einem Thema, welches brisant immer hochaktuell sein wird.

Teilweise hatte ich schon den Eindruck ein Sachbuch zu lesen, aber dann doch sehr verständlich erklärt.

Drohnen, Datenbrillen und Kameraüberwachung kennen wir doch alle aus den Nachrichten und Fernsehen, wobei mir sofort eine Meldung eingefallen ist, wo ein gesuchtes Auto in einer Stadt gefunden wurde mit Kameraüberwachung (Kamera wurde gezielt programmiert ein dunkles Auto ect. zu suchen). Wenn man verschiedene Komponenten in Programmen zusammenfasst, werden wir wirklich überall überwacht. Sei es der Verkehr, Telekommunikation, oder sei es beim kaufen, wo unsere Vorlieben "gecheckt" werden. Facebook ist da ein Thema, das sicher Jeder kennt.

Ich persönlich finde das Marc Elsberg mit dem Buch sicher auch die Leser aufrütteln kann, denen dies gar nicht so bewusst ist. Allein die Recherche zu dem Thema muss unheimlich aufwendig gewesen sein, aber ich finde es toll erklärt, so das auch ein Fachidiot wie ich gewisse Dinge verstehen kann.

Um das Buch allerdings zu eine Roman zu machen und nicht zu einem Sachbuch, wäre ein wenig mehr Tiefe zu den Figuren nötig gewesen. Ich bin gespannt, ob der Autor sich noch weiteren realen Themen annimmt, mit Infos, zu denen sich jeder auseinandersetzen sollte.


Fazit

Nachdem mich Marc Elsberg schon mit Blackout voll mitgerissen hat, kam ich um dieses Buch gar nicht drum rum. Das Lob der Medien ist auf jeden Fall gerechtfertigt. Eine Meisterleistung für dieses Genre - Diese Realitätsnähe ist absolut greifbar.

Lediglich die Charaktere hätte ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient

Leseempfehlung!

Name: Cristian Flenker

Datum: 09. Mai 2015

 

Ihre Bücher...

Lieber Herr Elsberg,
Ihre Bücher sind ganz schön gefährlich: es besteht dringende Suchtgefahr und sollten als solches gekennzeichnet werden!!!

Ich dachte, daß ich alle spannende Bücher schon gelesen hätte - aber Sie haben mich was besseres gelehrt...bitte lassen Sie sich nicht zu viel Zeit mit einem neuen Roman...

Name: BuecherLoewe

Datum: 01. Mai 2015

 

Rasant und erschrecken

Es hat mich gefesselt
Dieses Buch ist an Aktualität nicht zu überbieten…
Vorab möchte ich hier gleich mal darauf hinweisen, dass es am Ende des Buches ein Personenregister gibt. Da ich grundsätzlich nie die hinteren Seiten aufschlage ist mir dieses wichtige Detail leider zu spät aufgefallen.
Wir werden gleich am Anfang mit vielen Personen konfrontiert und es ist gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Wer arbeitet bei wem und wer ist nun gerade mit welcher Arbeit beschäftigt? Aber auch ohne das Personenregister habe ich doch recht schnell den Einstieg in die komplexe Story gefunden. Ruck Zuck ist man mitten drin und fängt an über sein eigenes mediales Verhalten nachzudenken. Was teilt man seiner Umwelt eigentlich schon alles so ganz freiwillig mit? Und da ist nicht nur twitter und facebook als Datensammler anzusehen. Wir sammeln Paybackpunkte und haben hier eine Kundenkarte und dort einen Bonuspass…All diese Daten können ausgewertet werden und ich bin mir sicher, dass es bereits mit vielen Daten geschieht…
Dieser Roman spielt genau mit diesem Szenario. Die Daten werden systematisch ausgewertet und benutzt.
Die Hauptprotagonistin ist die Journalistin Cynthia Bonsant. Eigentlich hat sie mit der ganzen neuen Technik nichts am Hut und sie möchte auch gar nicht wirklich tiefer in diese neuen Bereiche eindringen, aber es bleibt ihr gar nichts anderes übrig als sich Stück für Stück in diese für sie neue Welt zu einzutauchen.
Das Buch ist rasant und schnell. Der Schreibstil war in meinen Augen leichtgängig und ich denke mit dem Wissen um das Personenregister ist es noch mal einfacher am Anfang �� Grundsätzlich hat mich das Buch gefesselt, auch wenn ich zum Ende hin die eine oder andere Passage vielleicht nicht ganz gelungen empfand, war die Grundidee wirklich gut.
Mich hat das Buch noch einige Tage weiter beschäftigt und ich habe mir so meine Gedanken zu den Datenkraken gemacht…

Name: Dassis Dreamworld

Datum: 29. April 2015

 

Wieder ein Knaller von Marc Elsberg


Bereits Black-Out hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Marc Elsberg versteht es einfach spannend zu schreiben und das Schöne: Nichts ist erfunden, alles ist möglich und oft schluckt man gerade deswegen. Bereits in seinem Vorwort erklärt er, dass alle erwähnten Techniken bereits heute erhältlich, im Einsatz oder zumindest möglich sind. Wenn man dies bis zum Ende denkt, und dazu zwingt einen der Roman, kann einem wirklich ganz anders werden.
Das Konzept von Freemee macht mir wirklich Angst, ist es doch so naheliegend und gar nicht all zu unwahrscheinlich. Nutzer geben selbst alle notwendigen Infos über sich preis und erhalten dafür Handlunsgempfehlungen um ihre Ziele zu erreichen. Über Smartwatches und Datenbrillen wird jede Handlung mitgeschnitten und gespeichert. Im Gegenzug hilft die ActApp mit Tipps das Leben besser zu meistern. Egal ob man abnehmen oder besser in der Schule werden möchte, ob man beliebert sein will oder den perfekten Partner sucht. Für alles gibt es eine App. Und die User nutzen diese gerne und teilen alle verfügbaren Daten bereitwillig.

Das Buch ist der absolute Hammer und sollte direkt als Pflichtlektüre für die Schule eingeführt werden. Mit dem Thema muss man sich einfach auseinander setzen. Zudem ist alles verpackt in einer wilden Verfolgungsjagd quer durch London. Der ehobene Zeigefinger wird so zwar mehr als deutlich, doch die Geschichte ist gleichzeitig so mittreißend und spannend, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen kann.

Ich warte jetzt also schon aufgeregt darauf, worüber Marc Elsberg in seinem nächsten Roman schreiben wird. Ich lasse mich gerne überraschen und kann nur sagen: Mehr davon!!!

Name: Philipp

Datum: 28. April 2015

 

Coole Homepage - aber mit einigen Fehlern...

Coole Homepage. Das Buch natürlich auch.
Aber die Homepage enthält ein paar Fehler und ist teilweise etwas plakativ und realitätsfremd. Oder haben Sie schonmal ernsthaft versucht, das Internet zu nutzen, wenn Cookies komplett deaktiviert sind?
Ein Fehler ist z.B. die Schlussfolgerung, dass ein 32-bit-Firefox zwangsläufig auf einem 32-bit-Betriebssystem läuft, wie mir der Einblender glauben machen will - natürlich mittels Cookies. Aber ich nutze Firefox auf Mountain Lion, welches ein 64-bit-Betriebssystem ist...
Übrigens, statt Cookies komplett zu deaktivieren bevorzuge ich private Browsing und die Einstellung, dass der ganze Verlauf und die Cookies gelöscht werden, wenn Firefox beendet wird. So kann ich das Intenet komfortable nutzen und habe trotzdem unter Kontrolle, was ich wo preis gebe.

Name: T. Truckle

Datum: 17. April 2015

 

ZERO...

...lese ich gerade mit Interesse und Spannung auf dem täglichen Weg zur und von der Arbeit.
Die meisten Adressaten, nämlich die Bevölkerungsgruppe, die ziemlich ungeniert mit ihren Daten umgeht, erreichen Sie wahrscheinlich mit "Lesebüchern" eher nicht. Und die, die gerne und viel lesen, verstehen die Problematik vielleicht nicht als so schwerwiegend und dramatisch. Dass Buch richtet sich also an die, die irgendwo dazwischen "hängen", à la Ihre Protagionistin Cyn? Ich wünsche Ihnen, dass Sie hoffentlich nicht nur gegen Windmühlen zu Felde ziehen (müssen), ...aber meine "privaten" Facebook-Fotos werde ich heute wohl doch noch nicht löschen. Vielleicht aber morgen, oder Anfang nächster Woche, oder...

Name: Harakiri

Datum: 06. April 2015

 

Big Brother

Wohin flieht man in der heutigen, vernetzten Welt wenn man nie unbeobachtet ist?

Diese Frage stellt sich Cyn, nachdem sie in den Strudel um Datenüberwachung und Manipulation gerät. Fast zufällig stolpert die Journalistin in dieses Abenteuer und merkt sehr schnell, dass diese virtuelle Welt sehr verlockend ist.

Sehr erschreckend ist der neue Roman von Marc Elsberg. Einesteils ist hier der Segen der modernen, technisierten Welt zu sehen, auf der anderen Seite, wie schnell so etwas ins Negative abdriften kann. Wie schnell man davon abhängig wird zeigt sich nicht nur an den Beispielen der Jugendlichen im Buch, nein, Millionen von Erwachsenen sind bereit, ihre Daten ans Netz zu verkaufen.
Ganz weit hergeholt ist diese Thematik ja nicht, was das Buch zu einem sehr aktuellen Reißer macht. Die Snowden-Affäre, NSA und facebook werden ebenso erwähnt wie die Erfassung der Kreditkartendaten und die Sammlung und Bündelung unserer Suchen, Einkäufe und Wege im Internet durch Google. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass sich die Organisation „Zero“ immer direkt an den Leser wendet und nahezu jeder fühlt sich hier auch angesprochen! Denn wer hat kein Facebookprofil? Kauft nicht mal eben bei Amazon ein oder bucht eine Reise nach Italien? So sind die Wege nahezu jedes Internetnutzers verfolgbar – und genau das hält uns Marc Elsberg hier vor Augen.

Ich für mich habe mir vorgenommen, in Zukunft noch etwas sensibler mit meinen Daten umzugehen. Wobei ja eh jede Email mitgelesen werden kann. Ganz zurück geht wohl nicht mehr, aber mehr Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, sonst gibt es wirklich bald eine Diktatur des Internets, wie sie der Autor hier entwirft.
Sicher, alles ist fiktiv, aber teilweise existiert die Technik dazu schon! Anfangs fand ich ein wenig schwer ins Buch, weil die Techniken recht ausführlich beschrieben waren und Otto Normalinternetter hier stellenweise wohl etwas überfordert ist. Auch die vielen Charaktere, die am Anfang eingeführt werden und die verschiedenen Organisationen mit ihren Zielen muss der Leser erst einmal sortieren bevor sich der richtige Lesegenuss dann auch einstellt. Aber dann ist man genauso gefangen wie die User von „freemee“
Einige Zitate aus dem Buch, die nachdenklich machen:
"Die Tatsache der Überwachung sichert die Unterwerfung" s. 355
Zum Thema Stromsparzähler. Allein dass ich weiß, dass mich jemand sieht oder kontrolliert lässt mich mein Verhalten ändern. - lässt sich die Menschheit so sehr verbiegen?

"Wir wissen mehr denn je über jeden einzelnen, aber weniger denn je, wem wir vertrauen können" * S. 358* Erstens das und zweitens wird alles ja auch viel unpersönlicher. Was soll ich noch jemandem erzählen, der eh schon alles über mich weiß`? Welchen Wert bekommen in solch einem Zukunftsszenario persönliche Gespräche?
„Ist IHR Besser auch besser als MEIN Besser?“ Woher nimmt Carl die Zuversicht, dass nur seine Ideen und Werte zählen? Jeder Mensch ist individuell und denkt anders, daraus einen Einheitsmenschen stricken zu wollen passt nicht in unsere Gesellschaft.

Der Schlusssatz: "... oder ist es ein Satellit?" hat mir ganz besonders gut als Abschluss gefallen. Er rundet das Buch ab und bringt alles noch einmal auf den Punkt.

Fazit: ganz sicher kein Buch, das man mal eben so liest. Dieses Buch benötigt etwas Zeit, in manche Dinge muss man sich erst hineindenken oder darüber nachdenken. Aber ein Buch, das nachdenklich macht und vielleicht ein wenig Sensibilität in der Bevölkerung weckt.